ProjectGi-regulierte Signalwege in Blutplättchen und Leukozyten
Basic data
Title:
Gi-regulierte Signalwege in Blutplättchen und Leukozyten
Duration:
01/06/2025 to 31/05/2028
Abstract / short description:
Blutplättchen erfüllen sowohl essentielle Aufgaben in der Hämostase als auch bei Entzün-dungen. Pathophysiologisch sind Thrombose, Embolie und Entzündung eng miteinander ver-woben und die zugrundeliegenden Wechselwirkungen zwischen Plättchen und Leukozyten werden als thrombo-inflammatorischer Prozess bezeichnet. Obwohl die Regulationen durch G Protein-gekoppelte Signalwege gut dokumentiert sind, bleiben die Funktionen und biologischen Bedeutungen der eng verwandten Gαi-Isoformen Gαi2 und Gαi3 in Plättchen als auch in Leukozyten weitgehend ungelöst. Unsere bisherigen Arbeiten zeigen, dass die Ablation von Gαi-Isoformen in Leukozyten und Blutplättchen zu einer deutlichen Reduktion des Infarktgebietes in einem akuten murinen Modell des myokardialen Ischämie-Reperfusions- (mI/R) Schadens führt. Darüber hinaus erzielten wir mit der einmaligen Gabe eines Gαi2-Antikörpers (Gαi2-Ak) kurz vor Rekanalisierung der verschlossenen Coronararterie ebenfalls eine signifikante Reduktion des mI/R-Schadens, ohne jeweils die Hämostase zu beeinflussen. Wir vermuten deshalb, dass verschiedene Gαi-abhängige Signalmechanismen in Leukozyten und Plättchen wesentliche Rollen für die Entwicklung des mI/R-Schadens spielen.
Auf unseren bisherigen Befunden aufbauend konzentrieren wir uns jetzt auf die Mechanismen und funktionellen Bedeutungen von zwei ausgewählten Ansätzen zur Reduktion des murinen mI/R-Schadens. (i) So könnte ein Gαi2-Ak nach der Ischämie eine interessante Möglichkeit sein, um den I/R-Schaden signifikant zu reduzieren. Die Mechanismen wie die Aufnahme des Antikörpers in Neutrophilen/Makrophagen und die nachfolgenden inhibitorischen Wirkungen auf Gαi2-spezifische Signalwege sollen identifiziert werden. (ii) Ein spezifisches Fehlen des Gαi3-Proteins in Plättchen reduziert ebenfalls den I/R-Schaden, höchstwahrscheinlich über nicht-kanonische Signalwege und ohne die Gefahr einer erhöhten Blutungsneigung. Daher sollen die Gαi3-regulierten Signalwege, die für die Megakaryo-/Thrombozytopoese, Mitochon-drienfunktion und (ROS-induzierte) Mitophagie und für das Ausmaß des I/R-Schadens verantwortlich sind, aufgedeckt werden, um neue Ideen für therapeutische Konzepte zu erarbeiten.
Auf unseren bisherigen Befunden aufbauend konzentrieren wir uns jetzt auf die Mechanismen und funktionellen Bedeutungen von zwei ausgewählten Ansätzen zur Reduktion des murinen mI/R-Schadens. (i) So könnte ein Gαi2-Ak nach der Ischämie eine interessante Möglichkeit sein, um den I/R-Schaden signifikant zu reduzieren. Die Mechanismen wie die Aufnahme des Antikörpers in Neutrophilen/Makrophagen und die nachfolgenden inhibitorischen Wirkungen auf Gαi2-spezifische Signalwege sollen identifiziert werden. (ii) Ein spezifisches Fehlen des Gαi3-Proteins in Plättchen reduziert ebenfalls den I/R-Schaden, höchstwahrscheinlich über nicht-kanonische Signalwege und ohne die Gefahr einer erhöhten Blutungsneigung. Daher sollen die Gαi3-regulierten Signalwege, die für die Megakaryo-/Thrombozytopoese, Mitochon-drienfunktion und (ROS-induzierte) Mitophagie und für das Ausmaß des I/R-Schadens verantwortlich sind, aufgedeckt werden, um neue Ideen für therapeutische Konzepte zu erarbeiten.
Involved staff
Managers
Faculty of Medicine
University of Tübingen
University of Tübingen
Research training group: Non-canonical G protein signaling pathways
Research training groups
Research training groups
Contact persons
Faculty of Medicine
University of Tübingen
University of Tübingen
Local organizational units
Pharmacology, Experimental Therapy and Toxicology
Department of Experimental and Clinical Pharmacology and Pharmacogenomics
Hospitals and clinical institutes, Faculty of Medicine
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Funders
Bonn, Nordrhein-Westfalen, Germany