ProjectInternationale wissenschaftliche Veranstaltung: Widmungspoetik. Praktiken der Zueignung in der deutschsprachigen…

Basic data

Title:
Internationale wissenschaftliche Veranstaltung: Widmungspoetik. Praktiken der Zueignung in der deutschsprachigen Literatur seit 1800
Duration:
12/05/2027 to 14/05/2027
Abstract / short description:
Widmungen haben seit der Antike einen festen Platz in der europäischen Literatur. Ob in Begleitbriefen, Vorreden oder eigenständigen Dedikationsgedichten, regelmäßig werden literarische Texte Einzelpersonen oder größeren Adressat:innenkreisen zugeeignet. Dabei gelten Widmungen gemeinhin als typisch vormodernes Phänomen. In dem Maße, wie sich im 18. Jahrhundert die Idee einer ästhetischen Autonomie durchsetzt, verlieren Widmungen (so das literaturgeschichtliche Narrativ) an Bedeutung. Der historische Befund widerspricht dieser Darstellung indes vehement: Die Werke von Autor:innen wie Friedrich Hölderlin, Else Lasker-Schüler oder Durs Grünbein belegen hinreichend, dass sich die Praxis der literarischen
Zueignung von der Sattelzeit über die Klassische Moderne bis in die Gegenwart halten konnte und hält.
Ausgehend von dieser Beobachtung soll die hier vorgestellte Tagung die Geschichte der ›Widmungspoetik‹ in der neueren deutschen Literatur rekonstruieren. Ziel ist es, zugleich die Kontinuität wie die Transformation von Widmungen in all ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen seit ca. 1800 zu dokumentieren

Involved staff

Managers

Institute of German Language and Literature
Department of Modern Languages, Faculty of Humanities

Local organizational units

Institute of German Language and Literature
Department of Modern Languages
Faculty of Humanities

Funders

Bonn, Nordrhein-Westfalen, Germany
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