Project AESdigi – Beteiligung an der AES-2018-Zusatzstudie Digitalisierung in der Weiterbildung

Basic data

Acronym:
AESdigi
Title:
Beteiligung an der AES-2018-Zusatzstudie Digitalisierung in der Weiterbildung
Duration:
01/03/2019 to 30/09/2019
Abstract / short description:
Digitalisierung ist im Weiterbildungsbereich – mehr als in anderen Bildungsbereichen – getrieben von der Nachfrage nach und dem Interesse an digitalen Weiterbildungsformaten von Seiten der jeweiligen Zielgruppen. Ob und in welchem Tempo digitale Medien in der Weiterbildung Einzug halten, in welchen Formaten und Kontexten sie sich dort etablieren und ob es zu einer weiteren Spezialisierung einzelner Träger in diesem Bereich oder zu einer breiten Integration digitaler Medien in alle Weiterbildungssparten kommt, hängt wesentlich von der Nachfrage der (potentiellen) Teilnehmenden ab. Es stellt sich also die Frage, inwieweit sich an Weiterbildung interessierte Erwachsene dieser Möglichkeiten bewusst sind, diese für sich in Anspruch nehmen möchten und daran auch ihre Bildungsentscheidungen ausrichten. Auch wenn einzelne Weiterbildungsanbieter es sich zur Aufgabe machen, ihre Zielgruppen für die Möglichkeiten digitaler Medien in Lernkontexten zu gewinnen, so scheint das Gros der Träger v.a. abwartend zu reagieren.
Aus Sicht der Adressaten sind hinsichtlich der Integration digitaler Medien in Weiterbildungskontexte zwei Szenarien grundsätzlich zu unterscheiden. Erstens bieten digitale Medien vielseitige Möglichkeiten bestehende Weiterbildungsformate anzureichern, wenn digitale Medien zur Gestaltung von Präsenzlehre oder zu deren Vor und Nachbereitung genutzt werden. Zweitens können Weiterbildungsangebote ganz oder teilweise in digitale Räume ausgelagert werden, d.h. digitale Weiterbildungsformate ersetzen herkömmliche Präsenzangebote zumindest in Teilen.

Anliegen und Ziele des Projekts:
Bislang liegen kaum belastbare Daten dazu vor, welche Zielgruppen sich für reine Online-Weiterbildungsformate, Blended-Learning-Angebote oder speziell durch digitale Medien angereicherte Präsenz-Angebote interessieren bzw. diese auch nutzen. Diese Forschungslücke wird durch den Projektbaustein „Mikrodidaktik“ angegangen, wobei Bildungsverhalten und Bildungsinteressen vor dem Hintergrund individueller Voraussetzungen sowie der organisationalen und gesellschaftlichen Rahmungen von Digitalisierung analysiert werden müssen. Im Zentrum stehen dabei folgende Kernfragen, die durch das Zusatzmodul im AES ganz oder zumindest in weiten Teilen beantwortet werden sollen.
• Welche Personengruppen nutzen bislang welche durch digitale Medien unterstützten Weiterbildungsformate?
• Inwieweit unterscheiden sich diese Gruppen von anderen Weiterbildungsteilnehmenden?
• Welche Zielgruppen interessieren sich grundsätzlich für welche Formen digitalisierter Weiterbil-dung?
• Unterscheiden sich Teilnahme und Interesse an durch digitale Medien unterstützter Weiterbil-dung in verschiedenen Weiterbildungskontexten (betriebliche, berufliche und private Weiterbil-dung)?
• Was hält Erwachsene davon ab, sich auf digitale Weiterbildungsformate einzulassen?
• Welche Prädiktoren können Interesse oder Teilnahme an medial unterstützten Weiterbildungs-angeboten vorhersagen?
Dabei geht es nicht nur darum, repräsentative Daten zu diesen Aspekten zu erheben, sondern diese systematisch vor dem Hintergrund des aktuellen Forschungsstands einzuordnen und zu diskutieren. Darüber hinaus haben die genannten Fragestellungen eine hohe Relevanz für die Weiterbildungspraxis, in der aktuell v.a. über die technische Ausstattung von Bildungseinrichtungen diskutiert wird und weniger über Nachfrageentwicklungen, für die es bislang kaum belastbare Daten gibt. Das Projekt AES-Digi würde eine wesentliche Grundlage dafür liefern, die Digitalisierung in der Weiterbildung zielgruppenorientiert und adressatengerecht voranzutreiben.

Involved staff

Managers

Institute of Education (IFE)
Department of Social Sciences, Faculty of Economics and Social Sciences

Local organizational units

Institute of Education (IFE)
Department of Social Sciences
Faculty of Economics and Social Sciences
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